Chile ~ das grosse Versprechen und mein Traum

Seit einigen Jahren steht ganz weit oben auf meiner Reisewunschliste Chile. Nun konnte ich mein Traum erfüllen und ich durfte 2 unvergessliche Monate in diesem wunderschönen Land verbringen.


Wieso aber denn genau Chile? Von mehr als 10 Jahren (wir waren in der Oberstufe) gab ich einer sehr lieben Freundin, als sie zurück nach Chile ging, das Versprechen sie zu besuchen. Dieses Versprechen habe ich nun eingelöst und nehme Euch mit durch dieses interessante Land.


Auf meiner Reise durch Chile durfte ich so vieles sehen und entdecken. Aus diesem Grund beschränke ich mich hier auf die Erlebnisreichsten Orte, die ich besucht habe.




Antofagasta:

Nach einer langen Hinreise (ca. 24 Stunden) erreichte ich Antofagasta. Meine Freundin Dani holte mich am Flughafen ab. Die Begrüssung war unglaublich. Wir beide konnten es nicht ganz glauben, dass wir uns nach so vielen Jahren endlich wiedersahen.

Zusammen ging es danach zu ihrer Mutter, wo sie mit ihrer jüngeren Schwester lebt. In dem schönen Haus durfte ich dann auch für 3 Wochen wohnen. Danke nochmals für eure so liebvolle Gastfreundschaft! <3

Antofagasta ist eine Wüstenstadt und es gibt fast kein Tourismus. So konnte ich vollkommen in das Chilenische Leben eintauchen. Dani zeigte mir so viele verschiedene Orte und wir machten einige Ausflüge zusammen. Wir waren oft zu Fuss unterwegs oder mit den "Micros". Die Micros in Antofagasta sind unseren Bussen sehr ähnlich. Der grosse Unterschied liegt aber darin, dass es keinen Fahrplan gibt und sie nicht nur an den Haltestellen halten. Wenn man einsteigen möchte, streckt man die Hand raus und wenn man aussteigen will, sagt man dies dem Chauffeur.





«La Portdada»
Dies ist ein atemberaubender Aussichtspunkt, ein wenig ausserhalb der Stadt.



Antofagasta hat mehrere verschiedene Strände.
Der "Playa Balneario" war mein Lieblingsstrand. Man kann da auch spazieren
und die Natur geniessen.



In Antofagasta sah ich das erste Mal einen (wilden) Pelikan. Er sass einfach seelenruhig auf dem Boot und ich konnte ein Foto schiessen.


Santiago de Chile:

Dani und ich flogen mit einem Inlandflug von Antofagasta nach Santiago. Dieser dauerte ca. 2 Stunden und ist die angenehmste und schnellste Art zu reisen.

Santiago de Chile ist die Hauptstadt von Chile und hat so viele Einwohner wie die ganze Schweiz! 

In dieser riesigen Stadt wohnt Hernán, Dani's Freund, mit seiner Familie. Die ganze Familie war super lieb. Ich durfte, später auch zusammen mit meinem Freund, eine Zeitlang bei ihnen wohnen.

Dani und Hernán zeigten mir einige interessante Orte in Santiago. Für mich ist Santiago eine sehr beeindruckende, vielseitige und interessante Stadt.

Nach einer Woche alleine in Santiago, kam mein Freund auch nach Chile. Dani und Hernán nahmen sich für uns beide weiterhin viel Zeit und zeigten uns weitere tolle Ecken in Santiago. Danke euch vielmals, dass ihr uns an so viele verschiedene Orte mitgenommen und uns in eurem Leben einbezogen habt.
Teilweise waren mein Freund und ich aber auch alleine unterwegs. Da wir beide leider nicht spanisch sprechen benutzten wir die Metro. Das Metronetz in Santiago ist sehr gut ausgebaut aber für die Einheimischen teuer.


«Costanera Center & Sky Costanera»
Nach einigen Stunden im riesigen Einkaufszentrum «Costanera Center» besuchten wir das höchste Gebäude Südamerikas, den Gran Torre. Der Eingang zum Turm ist ebenfalls im Einkaufszentrum. Mit einem Lift kommt man in wenige Sekunden oben auf der Aussichtsplattfrom «Sky Costanera» an. Dort geniesst man dann einen 360 Grad Rundblick über ganz Santiago. Wunderschön ist es auch, wenn man bei Sonnenuntergang oben steht und die Aussicht geniessen kann. 



Ich war sehr beeindruckt von den vielen verschiedenen und schön gepflegten Parks.
«Parque Bincentenario»



«Plaza a la Aviación»



«Laguna Piedra Roja»



Interessante Gebäude waren unter anderem das edle Präsidentenhaus und die Kathedrale. 
«La Moneda»

«Santiago Metropolitan Cathedral»

«Cerro San Cristobal»
Der Cerro San Cristobal ist ein Hügel und von der ganzen Stadt aus sichtbar. Auf den Gipfel kommt man mit einer Standseilbahn (welche wir benutzten), dem Auto oder einer Seilbahn.
Für diesen Ausflug ist es empfehlenswert, sich ein paar Stunden Zeit zu nehmen, weil es viele verschiedene Attraktionen gibt. Wie zum Beispiel die Jungfrau-Maria-Statue welche man nach einem kurzen Spaziergang erreicht. 




«Embalse el Yeso»
Die Fahrt Richtung Embalse el Yeso war teilweise sehr anspruchsvoll, da es sehr enge Schotterstrassen waren. Umso bewundernswerter war es zu sehen, wie schnell die Lastwagen auf diesem Weg fuhren.

Am See angekommen waren wir dann doch alle sehr erstaunt wie viele Höhenmeter wir zurückgelegt haben. Wir fuhren auf über 2500 m.ü.M. 





Pucón:

In diesen Ort habe ich mich schon vor meiner Reise verliebt. Ich hatte oftmals im Internet oder in Reiseführer geschmökert, was man alles in Chile unternehmen kann. Dieser Ort sprang mir recht früh entgegen und für mich war klar, ich will unbedingt dorthin.

Mein Freund und ich mieteten in Santiago am Flughafen ein Auto. Kleiner Tipp am Rande: Reserviert das Auto im Voraus. Vor Ort spontan ein Auto zu bekommen (für 2 Wochen) kann sehr nervig und zeitaufwendig sein. 

Pucón liegt eher im Süden von Chile (800km mit dem Auto von Santiago entfernt). Es ist für mich schwer diesen Ort zu beschreiben, da er seinen ganz eigenen Charme hat. Auch bei den Einheimischen ist Pucón sehr beliebt. Aber in dieser Stadt lebt man nicht unbedingt, sondern er ist viel mehr für Touristen entstanden. Von Pucón aus kann man viele verschiedene Aktivitäten unternehmen wie Wassersport, Reiten oder Wandern. Wir entschieden uns spontan, ein paar Tage auf der "Rancho de Caballo" (Pferderanch) zu verbringen. Dort gab es keinen Handy-Empfang und auch kein Internet, dafür wurde man mit einer wunderschönen Natur belohnt. Ich durfte sogar einige Male ausreiten gehen. 





 
Der aktive Vulkan "Villarica" präsentierte sich uns in seiner ganzen Pracht. 


In Chile gibt es sehr viele und auch komplett verschiedene heisse Quellen.
Eine davon besuchten wir in der Nähe von Pucón, die «Termas Los Pozones». Es war eine schöne Erholung, so mitten in der Natur zu sein. 


«Ojos del caburgua»
Wasserfälle gefallen mir immer besonders gut. So machten wir noch einen Ausflug zu den Ojos del caburgua. Wir hatten ein grosses Glück den es war gar nicht überlaufen und wir konnten die Natur in Ruhe geniessen. Ebenfalls sehr schön war der kleine See. Dieser gleicht auch sehr dem Blausee im Berner Oberland. 



Bei einem Spaziergang genossen wir die schöne Natur bei der Rancho de Caballo.






Santa Cruz/Colchagua-Tal:

Für Weinliebhaber ist dies ein sehr empfehlenswerter Ort, denn das Colchagua-Tal hat mehrere Weingüter. Wir buchten in unserem Hostel eine Tagestour inklusive Fahrer, die wir selber zusammenstellen konnten. Bei dieser Tagestour besichtigten wir drei verschiedene Weingüter Viu Manent, MontGras und Viña Montes.



«Viu Manent»
Auf dem Weingut hatten wir einen eigenen Führer, da wir die einzigen auf der
englischen Tour waren. 
Es war eine sehr interessante und lehrreiche Führung. Zuerst erzählte er uns ein wenig von der Familiengeschichte. Danach gab es einen kleinen Spaziergang durch die Reben bis wir die Pferdekutsche erreichten. Diese führte uns weiter zur Produktionshalle, wo er uns den ganzen Ablauf der Weinproduktion erklärte (Ernten, Maischen, Pressen, Filtern, Reifen, Lagern).

 Zurück im Haupthaus des Weinguts durften wir als Abschluss fünf verschieden Weine degustieren.



«MontGras»
Die Führung in einer gemischten Gruppe, spanisch/englisch, war für uns Wiederholung. Dafür war die Degustation grossartig gestaltet. Der Wein wurde zuerst normal degustiert und nachher gab es immer ein passendes Häppchen dazu. So entfaltete sich der Wein nochmals ganz anders. 

Dies war aber noch nicht alles. Unser Führer machte aus den verschiedenen Fragen, die er während der Degustation gestellt hatte eine richtige Show.
So konnte man aktiv mit raten (Hände nach oben).



«Viña Montes»
Zwischen den schönen Rebbergen durften wir ein herrliches Mittagessen geniessen. 

Anschliessend gab es für uns die letzte Führung. Wie beim ersten Weingut hatten wir die Tour für uns alleine. Es ging wieder mit der Kutsche durch die Reben und sie erzählte uns einiges über die verschiedenen Traubensorten.

Das Produktionshaus war das modernste, dass wir gesehen haben. Speziell an diesem Gebäude ist, dass es nach dem Feng-Shui Konzept geplant wurde. 





So hatte jedes Weingut sein eigenes Highlight.



Valparaíso:

Immer wieder hörte und las ich, dass man unbedingt in Valparaíso gewesen sein muss, wenn man in Chile unterwegs ist. Für mich selber trifft diese Aussage aber nicht unbedingt zu.

Was ich selber wunderschön fand und mich auch wirklich zum Staunen gebracht hat, war das Künstlerviertel. Dies erreichten wir mit dem Ascensor El Peral. Ein Ascensor ist ein Aufzug vergleichbar mit einer Standseilbahn und teilweise über 100 Jahre alt. In Valparaiso gibt es mehrere verschiedene Ascensor. Diese sind sehr angenehm, schnell und auch günstig zum Benutzen. 










Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in dieses riesige Land geben. Für mich war es eine unglaublich interessante und intensive Zeit. Es steht auch fest, dass es nicht das letzte Mal in diesem Land war.

Die Gastfreundschaft bei diesen beiden Familien war unglaublich. Ich war wirklich sehr dankbar dafür. Es war natürlich auch sehr interessant, in das Leben der beiden einheimischen Familien schauen zu können.


Liebe Dani, Belinda, Javi, Hernan, Marta, Hernan & Loreto, ich will mich einfach nochmals für die unvergessliche Zeit bedanken. <3
Ich habe es in vollen Zügen genossen!













Kommentare

  1. Da packt eim ja grad s Reisefieber. Du hesch denn Glöck ded öper z kenne, susch chöntsch das Land gar ned vo dere spannende Site kennelehre.
    Super schöni, idrucksvolli ond usdruckstarchi Föteli.
    Es liebs Grüessli, dis grosse Cousindli

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